Ehemalige FF Oberpoyritz
In der Gemeindeordnung des Ortes Oberpoyritz wurde das Feuerlöschwesen 1846 erstmals erwähnt.1878 gründete sich der Feuerlöschverband Pillnitz mit Einsatzkräften aus den Orten Söbrigen, Hosterwitz, Oberpoyritz und Pillnitz. Mit dem beginnenden Zerfall des Verbandes mit dem Austritt von Oberpoyritz 1910 wurde im Ort eine Pflichtfeuerwehr gegründet. Konkrete Angaben zur Stärke sind leider nicht mehr vorhanden.
1911 erfolgte der Bau eines Feuerwehrhauses auf dem Dorfplatz mit einem Stellplatz für die Handdruckspritze mit Pferdezug und einen weiteren für den Leichenwagen der Gemeinde.
Die Pflichtfeuerwehr existierte bis 1945. Gegen Ende des Krieges wurde eine etwa 20 Personen umfassende Frauenlöschgruppe verpflichtet.

Antreten vor dem Gerätehaus, neuer Wehrleiter Lother Freund erste Reihe links, 1962
Die 1949 gegründete Jugenlöschgruppe war die erste im Land Sachsen.
1950 wurde die Holzkarre druch einen neuen Tragkraftspritzenanhänger in Stahlbauweise ersetzt. Diese wurde mit einem LKW der Gartenbauschule gezogen. Im selben Jahr wurde die Gemeinde Oberpoyritz nach Dresden eingemeindet.

Das selbst aufgebaute Fahrzeug: ein LF mit Steyer-Fahrgestell
1963 erhielt die Wehr einen Beleuchtungsanhänger. Im darauffolgenden Jahr übernahm Lothar Freund bis 1998 die Leitung der Wehr.
Bereits nach fünf Jahren wurde der LKW durch ein gebrauchtes LF 25 ersetzt, welches nur ein Jahr am Standort blieb. Ein fabrikneues LF 8 - TS 8 - STA vom Typ Robur-LO erhielt die Freiwillige Feuerwehr Oberpoyritz 1969.

Gruppenbild zur 50-Jahr-Feier, noch mit dem LF 8
1997 wurde das LF 8 durch ein TLF 16 ersetzt, welches bis 2003 die Feuerwehr durch viele Einsätze begleitete. 2003 wurde ein generalüberholes baugleiches Tanklöschfahrzeug in Ganzmetallbauweise an den Standort Oberpoyritz versetzt. In Eigenleistung wurde das Fahrzeug mit einem Aggregat Schere/Spreizer und einem Stromerzeuger ausgestattet.

Zeitungsbild anlässlich der Fahnenweihe 2004
Im Jahr 2004, zwei Jahre vor der Zusammenlegung zur Stützpunktfeuerwehr, konnte dank einer Spendensammelaktion eine eigene Traditionsfahne angeschafft werden.
Am 01. Juni 2006 gehörten der Wehr ingesamt 14 aktive Kameraden an.