{"id":286,"date":"2025-11-19T23:01:06","date_gmt":"2025-11-19T22:01:06","guid":{"rendered":"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/?page_id=286"},"modified":"2026-05-27T11:39:41","modified_gmt":"2026-05-27T09:39:41","slug":"unterm-hakenkreuz-ff-pillnitz-1933-bis-1945","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/?page_id=286","title":{"rendered":"Unterm Hakenkreuz &#8211; FF Pillnitz 1933 bis 1945"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Macht\u00fcbernahme durch die Nationalsozialisten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Macht\u00fcbernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurde das Gesetz zur Gleichschaltung der L\u00e4nder erlassen. Die Gemeindeaussch\u00fcsse wurden aufgel\u00f6st, missliebige und kritische Gemeinder\u00e4te entfernt, auch in den Wehrleitungen der Freiwilligen Feuerwehren kam es vielfach zu Ver\u00e4nderungen.<br><br>Der Landesfeuerwehrverband verf\u00fcgte die sofortige Entlassung aller Kameraden, die der Kommunistischen Partei angeh\u00f6rten oder ihr nahe standen.<br><br>In einem weiteren Schreiben an alle dem Verband angeh\u00f6renden Feuerwehren wurde angeordnet: &#8222;Die Wahlen werden abgeschafft und das F\u00fchrerprinzip eingef\u00fchrt, die F\u00fchrer der Feuerwehren sowie deren Stellvertreter werden nach Anh\u00f6rung der zust\u00e4ndigen Kommandos vom B\u00fcrgermeister eingesetzt und auf drei Jahre verpflichtet. Alle weiteren F\u00fchrungskr\u00e4fte werden vom Wehrf\u00fchrer ernannt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"360\" src=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_kirst.jpg\" alt=\"Wehrf\u00fchrer Arno Kirst, 1938\" class=\"wp-image-283\" style=\"width:488px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_kirst.jpg 310w, https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_kirst-258x300.jpg 258w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wehrf\u00fchrer Arno Kirst, 1938<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Protokollbuch der FF Pillnitz ist unter dem 15. Dezember 1933 vermerkt: &#8222;Von verschiedenen Bekanntmachungen, besonders davon, dass bei den Feuerwehren der Deutsche Gru\u00df eingef\u00fchrt worden ist, nimmt man Kenntnis.&#8220; Nach den Erfahrungen mit Inflation und Massenarbeitslosigkeit in der Weimarer Republik standen auch viele Feuerwehrleute den neuen Machthabern aufgeschlossen gegen\u00fcber und der Dienstbetrieb in den Freiwilligen Feuerwehren wurde nach milit\u00e4rischem Vorbild durchgef\u00fchrt. In der FF Pillnitz wurde der bisherige Hauptmann Willy Hennig seines Amtes enthoben und nach einer von 23 Kameraden unterzeichneten Erkl\u00e4rung die \u00dcbernahme der Wehr durch den bisherigen Feldwebel Arno Kirst gefordert und vom B\u00fcrgermeister genehmigt.<br><br>Ma\u00dfnahmen zur besseren L\u00f6schwasserversorgung aus nat\u00fcrlichen Gew\u00e4ssern, Schutzma\u00dfnahmen an kulturhistorischen Geb\u00e4uden sowie Sanit\u00e4ts- und Luftschutz\u00fcbungen wurden den Gemeinden und deren Feuerwehren zur Aufgabe gemacht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vor dem Zweiten Weltkrieg<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"210\" src=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_lfelite.jpg\" alt=\"Ger\u00e4tehaus im Meixgrund mit neuem L\u00f6schfahrzeug Elite, um 1934\" class=\"wp-image-284\" style=\"width:488px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_lfelite.jpg 310w, https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_lfelite-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ger\u00e4tehaus im Meixgrund mit neuem L\u00f6schfahrzeug Elite, um 1934<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gemeinderat beschloss eine neue Feuerl\u00f6schordnung und Grundgesetz der Feuerwehr. Gleichzeitig wurde die seit 1891 bestehende Pflichtfeuerwehr aufgel\u00f6st. Im Jahre 1934 wurde durch Vertrag die Berufsfeuerwehr Dresden zur L\u00f6schhilfe bei Br\u00e4nden im Schloss Pillnitz verpflichtet und dazu erstmals eine gemeinsame \u00dcbung mit der FF Pillnitz durchgef\u00fchrt. Zur im selben Jahr erstmalig in ganz Deutschland durchgef\u00fchrten &#8222;Feuerschutzwoche&#8220; wurde die Bev\u00f6lkerung mit Vortr\u00e4gen, Feuerschutzbegehungen und \u00dcbungen auf den Brandschutz orientiert. Dabei stellte die FF Pillnitz ihr erstes L\u00f6schfahrzeug, umgebaut aus einem Reisewagen der Firma &#8222;Elite&#8220; Brand-Erbisdorf mit 96 PS Leistung nach Pl\u00e4nen f\u00fcr L\u00f6schfahrzeuge der St\u00e4dtischen Freiwilligen Feuerwehren von Dresden der \u00d6ffentlichkeit vor.<br><br><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anziehungspunkt f\u00fcr die Feuerwehren der Umgebung war die 1935 im Ausstellungsgel\u00e4nde Dresden konzipierte Jahresschau &#8222;Der rote Hahn&#8220;. Neben guten Vorf\u00fchrungen der beteiligten Feuerwehren sowie aktueller und neuer Technik war jedoch der Nationalsozialistische Propagandaaufwand und die offene Orientierung auf den Luftschutz nicht zu \u00fcbersehen. Aufgrund eines Runderlasses des Reichsministers des Innern vom Februar 1936 wurden die Freiwillige Feuerwehr Pillnitz und andere als \u00f6ffentliche Feuerwehren anerkannt, nachdem ihre F\u00fchrer an einem so genannten &#8222;F\u00fchrerkurs&#8220; bei der Berufsfeuerwehr Dresden teilgenommen hatten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Schreiben des Amtshauptmannes vom Februar 1936 hie\u00df es dazu: &#8222;Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Pillnitz d\u00fcrfen mithin das Polizeihoheitszeichen tragen und am Tag der Deutschen Polizei teilnehmen.&#8220;<br><br>Im Januar 1937 wurden die Gemeinden vom &#8222;Reichsf\u00fchrer SS und Chef der Deutschen Polizei&#8220; Heinrich Himmler und dem &#8222;Reichsminister f\u00fcr Luftfahrt&#8220; Hermann G\u00f6ring zu Ma\u00dfnahmen der Verbesserung der Wasserentnahmestellen aufgefordert. Gleichzeitig erfolgte die Einstufung der Gemeinde als Luftschutzort dritter Ordnung und damit die Ablehnung der von Gemeinde und Feuerwehr angedachten Verbesserungen der L\u00f6schwasserversorgung.<br><br><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"210\" src=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_geraetetraining.jpg\" alt=\"Ger\u00e4tetraining am neuen Fahrzeug, um 1934\" class=\"wp-image-281\" style=\"width:488px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_geraetetraining.jpg 310w, https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_geraetetraining-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ger\u00e4tetraining am neuen Fahrzeug, um 1934<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der im November 1937 er\u00f6ffneten Landesfeuerwehrschule Sachsen in Dresden wurden erstmals Lehrg\u00e4nge f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte und Maschinisten der Freiwilligen Feuerwehren angeboten und damit das Ausbildungsniveau wesentlich verbessert.<br><br>Im M\u00e4rz 1938 wurden die Gemeinden zu Ma\u00dfnahmen der Erg\u00e4nzung des Mannschaftsbestandes im Mobilmachungsfall aufgefordert. Zur Bindung an die Feuerwehr baute die Gemeinde ein Wohnhaus f\u00fcr 4 Kameraden mit Familien. Auch hierbei wurde die Gemeinde von den Feuerwehrleuten durch freiwillige Leistungen unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Zweite Weltkrieg<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits vor Beginn des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 wurden im August die ersten Kameraden zu einer &#8222;kurzfristigen \u00dcbung&#8220; der Wehrmacht eingezogen. Um die im Verlauf des Krieges immer wieder zum Wehrdienst eingezogenen Kameraden zu ersetzen, erfolgten laufend &#8222;Notdienstverpflichtungen&#8220; von noch im Ort befindlichen M\u00e4nnern, ohne R\u00fccksicht auf Eignung. 1941 wurden erstmals Jungen ab 14 Jahren in der so genannten &#8222;Feuerwehr-Hitlerjugend&#8220; ausgebildet, die aber ebenfalls nach kurzer Zeit in den Krieg ziehen mussten. Dies f\u00fchrte 1944 zur letzten Notma\u00dfnahme, der Verpflichtung von Frauen zum Feuerwehrdienst. Der \u00fcberwiegende Teil dieser &#8222;Feuerwehr-Helferinnen&#8220; waren Frauen von im Krieg befindlichen Kameraden. Im Januar 1943 wurden alle Angeh\u00f6rigen der Freiwilligen Feuerwehren einschlie\u00dflich der <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"210\" src=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_wehrfuehrung1942.jpg\" alt=\"Wehrf\u00fchrung der FF Pillnitz 1942\" class=\"wp-image-285\" style=\"width:488px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_wehrfuehrung1942.jpg 310w, https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_wehrfuehrung1942-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wehrf\u00fchrung der FF Pillnitz 1942<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Notdienstverpflichteten, HJ und Helferinnen ausgenommen, der &#8222;Sondergerichtsbarkeit der SS und Polizei&#8220; unterstellt. Danach konnten Handlungen wie Verweigerung bei Eins\u00e4tzen, unerlaubtes Entfernen und Disziplinarverst\u00f6\u00dfe nach Kriegsrecht geahndet werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen Ende des Krieges wurde die st\u00e4ndige Ger\u00e4tehausbereitschaft bei Fliegeralarm durch diensthabende Gruppen, sowie Tag- und Nachtbesetzung des Gemeindeamtes zur Entgegennahme von Meldungen und Abh\u00f6ren der sogenannten &#8222;Luftlagemeldungen&#8220; angeordnet. Infolge des sich st\u00e4ndig vergr\u00f6\u00dfernden Aktionsradius der englischen und amerikanischen Bomberverb\u00e4nde und der nach den Angriffen entstandenen Gro\u00dfbr\u00e4nde machte es sich erforderlich, gr\u00f6\u00dfere Feuerwehreinheiten zu deren Bek\u00e4mpfung einzusetzen. Im Jahre1943 wurden deshalb aus den Feuerwehren der Luftschutzorte zweiter und dritter Ordnung motorisierte Feuerwehrbereitschaften gebildet, die auf Anordnung des &#8222;Befehlshabers der Ordnungspolizei&#8220; (BdO) eingesetzt und \u00fcber Lotsen an die Einsatzstellen herangef\u00fchrt und eingewiesen wurden.<br><br><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"210\" src=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_gruppe1942.jpg\" alt=\"Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Pillnitz, Mitglieder teilweise in Wehrmachtsuniform, 1942\" class=\"wp-image-282\" style=\"width:488px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_gruppe1942.jpg 310w, https:\/\/feuerwehr-pillnitz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/historik_gruppe1942-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Pillnitz, Mitglieder teilweise in Wehrmachtsuniform, 1942<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den schweren Luftangriffen des 13. bis 15. Februar 1945 r\u00fcckte die diensthabende Gruppe am fr\u00fchen Morgen in Richtung Stadtgebiet aus. Mit kurzen Pausen dauerten die Eins\u00e4tze rechtsseitig der Elbe zwischen Niederpoyritz und Albertplatz bis zum 17. Februar. Da die Kr\u00e4fte der Feuerschutzpolizei Dresden, die nunmehr zu gro\u00dfen Teilen aus so genannten &#8222;Fremdv\u00f6lkischen&#8220; (Ukrainer und andere) bestanden, bei ihrer Arbeit vom zweiten Angriff \u00fcberrascht und vernichtet wurden, kamen neben betrieblichen L\u00f6schgruppen, Wehrmacht- und Luftschutzeinheiten auch ca. 80 Freiwillige Feuerwehren zum Einsatz. Deren Eins\u00e4tze konnten sich nur auf die Brandbek\u00e4mpfung und Rettungsma\u00dfnahmen an der Peripherie der Stadt beschr\u00e4nken, da ein Eindringen in die Innenstadt unm\u00f6glich war.<br><br>Den Einsatz bei diesem Inferno bezahlten zehn Kameraden der eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren mit ihrem Leben. Das Leben der Menschen spielte sich in den letzten Wochen des Krieges infolge st\u00e4ndig anwesender Flieger nur noch zwischen Nahrungsbeschaffung und Luftschutzkeller ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 2. M\u00e4rz 1945 gegen 11 Uhr traf es dann auch die Ortschaften beiderseits der Elbe zwischen Pirna und Dresden. Durch Fehl- bzw. Notabwurf von Spreng- und Brandbomben entstanden in Pillnitz mehrere Br\u00e4nde. Zu deren Bek\u00e4mpfung waren die Feuerwehren von Zschachwitz, Pillnitz und die Pflichtfeuerwehr von Oberpoyritz bis Mitternacht eingesetzt. Mehrere Tote waren zu beklagen. Am 8. Mai kam es gegen 12 Uhr zum letzten Angriff durch Flieger der Roten Armee auf Widerstandsnester der SS in Heidenau.<br><br>Am Ende des Krieges standen zahlreiche Freiwillige Feuerwehren vor leeren oder zerst\u00f6rten Ger\u00e4teh\u00e4usern. Was nicht durch Kriegseinwirkung zerst\u00f6rt worden war, wurde gepl\u00fcndert. In einigen F\u00e4llen wurden die L\u00f6schfahrzeuge durch Parteigr\u00f6\u00dfen zur Flucht in den Westen benutzt oder von der Roten Armee beschlagnahmt. Bis auf die Pl\u00fcnderung des B\u00fchlauer Ger\u00e4tehauses durch heimkehrende &#8222;Ostarbeiter&#8220; sind aus den \u00f6stlichen Vororten Dresdens derartige F\u00e4lle jedoch nicht bekannt. Dies ist auch vielen engagierten Kameraden zu verdanken, die in dieser gesetzlosen Zeit ihr Ger\u00e4tehaus st\u00e4ndig im Auge behielten.<br><br>Damit war der bisher schrecklichste aller Kriege in Europa zu Ende! Die Bilanz waren Millionen Tote, Kranke und Verletzte, Vertriebene, Hunger, Not und zerst\u00f6rte St\u00e4dte und D\u00f6rfer in vielen L\u00e4ndern Europas.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Macht\u00fcbernahme durch die Nationalsozialisten Nach der Macht\u00fcbernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurde das Gesetz zur Gleichschaltung der L\u00e4nder erlassen. 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