Dresdner Feuerwehr zum Kirchentag

Der 33. Evangelische Deutsche Kirchentag fand dieses Jahr in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden statt. Zu diesem Großereignis erwartete Elbflorenz mehr als 150.000 Besucher in Spitzenzeiten. Dies bedeutete auch für die Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz eine Aufgabe von besonderer Größenordnung: insgesamt dauerte die Veranstaltung fünf Tage und viele Aktionen, Großereignisse und Menschenansammlungen mussten berücksichtigt werden.
Neben den Hilfsorganisationen wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Dresden in das gesamte Konzept der Gefahrenabwehr eingebunden. Einige der Stadtteilfeuerwehren übernahmen Sonderaufgaben wie Gefährliche Stoffe und Güter, Massenanfall von Verletzen oder allgemeine Absicherung von Großveranstaltungen. Andere Freiwillige Feuerwehren, darunter auch die Pillnitzer, übernahmen die Aufgabe des Abwehrenden Brandschutzes, um andersweitig gebundene Kräfte der Berufsfeuerwehr zu entlasten. Dazu wurden auf den Feuerwachen 2 und 3 die Vorauslöschfahrzeuge des sogenannten Dresdner Löschzuges durch ein Fahrzeug der jeweils eingesetzten Stadtteilfeuerwehr ersetzt.

Am Mittwoch, dem 01. Juni 2011 sowie am Samstag, dem 04. Juni 2011 teilten wir die Feuerwache Striesen mit der 1. Wachabteilung und der Freiwilligen Feuerwehr Niedersedlitz, die als Unterstützung für den Abrollbehälter Massenanfall von Verletzten eingesetzt war.
Trotz der Einbindung in die Arbeitsabläufe der Feuerwache wurden den Kameraden der Pillnitzer Wehr großzügige Freiräume eingeräumt, um sich zu beschäftigen. Einige nutzten die Zeit, um sich mit der Technik der Fahrzeuge zu vertraut zu machen oder in ersten Kontakt mit der neuen Drehleiter der Wache 3 zu kommen. Schließlich muss man - egal ob während einer Wachbesetzung oder eines Einsatzes in Pillnitz - auch mit der fremden Technik schnell zurechtkommen.

Leider kam es im Verlauf des Mittwochs lediglich zu einem einzigen Einsatz, einer Türöffnung, die die Kameraden des Hilfeleistungslöschfahrzeuges allein bewerkstelligten. Dementsprechend etwas gelangweilt rückten die Kameraden aus Pillnitz nach mehreren Stunden kurz vor Mitternacht wieder auf ihrer Heimatwache im östlichen Dresdner Vorort ein.

Zwei Tage später, am darauf folgenden Freitag, wurden wir von der Kirchgemeinde Hosterwitz-Pillnitz gebeten eine Veranstaltungen mit diversen Partnergemeinden an der Weinbergskirche zu betreuen. Mit selbst zubereiteter Suppe, einem Grillstand, Flammkuchen und Pizzabrötchen (beides mit freundlicher Unterstützung der Bäckerei Wippler) sowie eine reichen Auswahl an Getränken bewirteten wir die über 250 anwesenden Gäste. Im Anschluss bedankte sich die Pfarrerin Frau Birkner-Kettenacker persönlich bei den Kameraden für das weit über ihren Erwartungen liegende Engagement.

Am bereits sommerlich warmen Samstag rückte eine Staffel der Pillnitzer Feuerwehr wieder auf die Feuerwache Striesen ein, um wie bereits am Mittwoch die Berufsfeuerwehr zu unterstützen. Am Nachmittag gab es einen ersten Brand. Etwa 20 Quadratmeter Wiese einige Meter flussabwärts vom Blauen Wunder hatte wahrscheinlich aus Unachtsamkeit begonnen zu brennen. Mit einem C-Rohr und etwa 500 Liter Wasser war der Einsatz schnell beendet. Ein weiterer Einsatz war am Abend. Ein Verkehrsunfall auf der Grundstraße verursachte ein Auslaufen von Betriebsmitteln.
Ein besonderer Dank gilt dem stellvertretenden Wachabteilungsleiter Herrn Eberlein, der uns mit seinen Kameraden äußerst freundlich empfangen hatte.

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